Wege aus der Gewalt: Einblick in die Arbeit mit gewaltausübenden Personen 

Ohne Täter:innen keine Gewaltbetroffenen: Welche Rolle spielt die Arbeit mit gewaltausübenden Personen in der Prävention von Gewalt? Welche Angebote gibt es? Und: Wie sieht die Arbeit konkret aus? Im Rahmen der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» öffnet die Fachstelle Gewalt Bern ihre Türen und gibt Einblick in die Gewaltberatung. Berater:innen stellen Angebote vor und stehen für Fragen zur Verfügung. 

Programm

ab 18:00 Uhr

Walking Library
– Gewaltberatung für Männer 
– Gewaltberatung für Frauen  
– Lernprogramm für Jugendliche 
– Konflikt-Debriefing für Kinder 

Pro Raum stellt ein:e Gewaltberater:in ein Angebot vor. Teilnehmende können Fragen stellen und alle 20 Minuten zum nächsten Raum wechseln. Der Einstieg ist ab 18:00 Uhr möglich. 

Ab 19:30 Uhr

Austausch und Apéro 

Für

Fachpersonen aus Institutionen, Behörden, Beratungsstellen, Gesundheitswesen und weitere Interessierte 

Wann

Freitag, 29. November 2024, 18:00 bis 20:00 Uhr
Mittwoch, 4. Dezember 2024, 18:00 bis 20:00 Uhr 

Wo

Fachstelle Gewalt, Seilerstrasse 25, 3011 Bern 

Hinweise 

– Es ist keine Anmeldung nötig.  
– Die Veranstaltung ist kostenlos.
– Der Ort kann nicht selbständig mit dem Rollstuhl erreicht werden. Melden Sie sich bei Bedarf gerne vorab bei uns. 
– Alle Programmpunkte finden auf Deutsch (ohne Übersetzung) statt.


Mehr zu den Angeboten der Fachstelle Gewalt Bern

Zum Veranstaltungskalender der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen


Die Präventionskampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» findet jährlich vom 25. November bis 10. Dezember statt. Während der 16 Aktionstage wird geschlechtsspezifische Gewalt in Podiumsdiskussionen, Theatern, Selbstverteidigungskursen, Workshops oder Strassenaktionen schweizweit thematisiert.

Das Fokusthema 2024 lautet „Wege aus der Gewalt“. Mit diesem Fokus soll beleuchtet werden, was es braucht, um Gewalt zu verhindern und Gewaltbetroffene darin zu unterstützen ein gewaltfreies Leben zu führen. Dabei werden individuelle Unterstützungen sowie auch strukturelle und kollektive Verantwortungsübernahme betont. Um Gewalt zu verhindern und Betroffene adäquat zu unterstützen, braucht es gesellschaftliche Veränderungen, ausreichend finanzielle Mittel und eine Verbesserung der rechtlichen Situation.

Geschlechtsspezifische Gewalt ist Teil eines Kontinuums, das von banalisierten bis hin zu tödlichen Gewalttaten reicht: Abwertung, Belästigung, psychische Gewalt, Vergewaltigung oder auch Feminizid. Diese Taten sind nicht isoliert, sondern durch eine gemeinsame Basis verbunden: fehlende Gleichstellung und patriarchale Strukturen. Aus diesen Gründen müssen die Präventionsbemühungen alle Formen geschlechtsspezifischer Gewalt unterschiedslos berücksichtigen und in alle Felder, wo Menschen zusammenkommen, greifen.

Mehr Infos zur Kampagne